Abiturprüfung 1998 (Bayern)

Chemie

als Grundkursfach

Aufgabe II

  1 Kohlenhydrate sind wichtige Nährstoffe und spielen im Stoffwechsel eine zentrale Rolle.  
  1.1 Das Molekül der Mannose unterscheidet sich vom Glucose-Molekül nur in der Konfiguration am C-2-Atom.
Zeichnen Sie die FISCHER-Projektionsformel der Kettenstruktur und die HAWORTH-Projektionsformeln der Ringstrukturen von Mannose!
4 BE
  1.2 An einer frisch bereiteten Mannose-Lösung lässt sich Mutarotation beobachten.
Beschreiben und erklären Sie diese Erscheinung!
4 BE
  1.3 Zeichnen Sie die Strukturformel des Saccharose-Moleküls! 3 BE
  1.4 Saccharose kann hydrolysiert werden. Sowohl mit der Saccharose-Lösung als auch mit dem neutralisierten Hydrolysat wird die FEHLING-Probe durchgeführt. Beschreiben Sie die Durchführung dieser Probe! Vergleichen Sie die Ergebnisse und erklären Sie das unterschiedliche Verhalten der beiden Lösungen! 8 BE
       
  2 Ethanol wird schon seit langem biotechnisch aus zuckerhaltigen Lösungen hergestellt.  
  2.1 Erstellen Sie die Bruttogleichung der alkoholischen Gärung! 2 BE
  2.2 Beschreiben Sie unter Mitverwendung von Strukturformeln die wesentlichen Schritte der Glykolyse! Für die beteiligten Coenzyme ist die übliche Kurzschreibweise zu verwenden. 7 BE
  2.3 Erstellen Sie die Strukturformelgleichungen für die beiden Reaktionsschritte, die vom Endprodukt der Glykolyse zum Ethanol führen und begründen Sie, warum die Gärung nicht mit der Bildung der Brenztraubensäure (Ketopropansäure, 2-Oxopropansäure) beendet wird! 5 BE
  2.4 Unter aeroben Bedingungen unterbleibt die Bildung von Ethanol. Begründen Sie diese Erscheinung und geben Sie - unter Verzicht auf Strukturformeln - einen Überblick über den aeroben Abbau der Brenztraubensäure! 6 BE
       
  3 Die Verfügbarkeit von Anilin (Aminobenzol) ist die Grundlage für die Entwicklung vieler "Anilinfarben".  
  3.1 Erläutern Sie unter Mitverwendung von Strukturformeln die Hauptschritte einer Farbstoffsynthese, bei der Anilin einen Ausgangsstoff bildet! 5 BE
  3.2 Gleichkonzentrierte Lösungen von 2,4-Dinitronanilin zeigen in alkalischem bzw. stark saurem Milieu unterschiedliche Farbe. Begründen Sie den Unterschied unter Mitverwendung von Strukturformeln und Fachbegriffen! 6 BE
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