Abiturprüfung 1994 (Bayern)

Chemie

als Grundkursfach

Aufgabe IV

  1 Benzol ist der Prototyp aromatischer Verbindungen.  
  1.1 Für die Molekülstruktur des Benzols wurde unter anderem folgende Formel vorgeschlagen:

Zeigen Sie anhand dreier Befunde auf, daß das Benzol-Molekül diese Struktur nicht besitzen kann!

8 BE
  1.2 Beschreiben Sie unter Mitverwendung einer beschrifteten Skizze die Bindungsverhältnisse im Benzol-Molekül auf der Grundlage des Orbitalmodells! 6 BE
  1.3 Aus Benzol soll Nitrobenzol hergestellt werden. Nennen Sie die dafür nötigen anorganischen Stoffe, und erläutern Sie unter Mitverwendung von Strukturformeln den Verlauf der Nitrierung! 8 BE
       
  2 Die Herstellung von Kunststoffen aus niedermolekularen Monomeren kann durch unterschiedliche Polyreaktionen erfolgen.  
  2.1 Als Monomere stehen
a) Styrol (H2C = CH - C6H5) bzw.
b) 6-Aminohexansäure zur Verfügung.
Benennen Sie die Polyreaktionen A und B, die von den genannten Monomeren ausgehen können, und zeichnen Sie kennzeichnende Strukturformelausschnitte (Repetiereinheiten) der beiden durch diese Reaktionen gebildeten Kunststoff-Moleküle!
Erläutern Sie den Ablauf der zum Polystyrol führenden Reaktion!
12 BE
  2.2 Geben Sie an, ob die unter Nr.2.1 synthetisierten Kunststoffe thermo- oder duroplastisches Verhalten zeigen, und begründen Sie Ihre Aussage! 3 BE
  2.3 Der Kristallisationsgrad bei der Kunststoffe läßt sich auf unterschiedliche Weise erhöhen.
Erläutern Sie diese beiden Möglichkeiten!
4 BE
       
  3 Methansäure ist die einfachste Monocarbonsäure.  
  3.1 Erklären Sie unter Mitverwendung von Grenzstrukturformeln die Säureeigenschaft dieser Verbindung! 6 BE
  3.2 Nennen und erklären Sie das von allen anderen Alkanmonocarbonsäuren abweichende chemische Verhalten der Methansäure! 3 BE
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