Abiturprüfung 1994 (Bayern)

Chemie

als Grundkursfach

Aufgabe I

  1 Bei der Bierherstellung bringt man vorgeweichte Gerste zum Keimen. Dabei bildet sich Amylase, die die Stärkespaltung katalysiert.  
  1.1 Erläutern Sie eine Modellvorstellung zur Enzymwirkung!
Beschreiben und erklären Sie die Abhängigkeit der Enzymaktivität (Anfangsgeschwindigkeit der Hydrolyse) von der Substratkonzentration bei konstanter Amylasekonzentration unter Mitverwendung einer graphischen Darstellung!
7 BE
  1.2 Die beim Stärkeabbau zunächst gebildete Maltose wird enzymatisch hydrolysiert.
Erstellen Sie die Strukturformelgleichung für diesen Vorgang!
4 BE
  1.3 Nach beendeter Stärkespaltung wird zum Sieden erhitzt.
Beschreiben und erklären Sie unter Mitverwendung einer beschrifteten Grafik den Einfluss der Temperatur auf der Enzymaktivität!
5 BE
  1.4 Nach dem Abkühlen und Filtrieren wird dem Filtrat Bierhefe zugesetzt.
Stellen Sie in einem Reaktionsschema, ausgehend von Glucose, die Schritte der alkoholischen Gärung dar! Verwenden Sie hierzu Strukturformeln bzw. für Coenzyme die üblichen Abkürzungen!
9 BE
       
  2 Waltran und Fischöle sind fette Öle, die für die menschliche Ernährung nur eine geringe Rolle spielen.  
  2.1 Erklären Sie, warum bestimmte Fette bei Raumtemperatur flüssig sind! 3 BE
  2.2 Im Waltran ist ein hoher Anteil an C-1 8-Fettsäuren gebunden.
Erstellen Sie eine Strukturformelgleichung für die Hydrolyse eines Fettes, die als Fettsäure nur Olsäure ergibt!
4 BE
  2.3 Fischöle sind Rohstoffe für die Seifenindustrie.
Erstellen Sie die Strukturformelgleichung für die Herstellung einer Seife aus dem unter Nr.2.2 formulierten Fett!
3 BE
  2.4 Erklären Sie unter Mitverwendung beschrifteter Skizzen die Waschwirkung einer Seife! 6 BE
       
  3 Im Erdöl sind zahlreiche Kohlenwasserstoffe enthalten.  
  3.1 Erläutern Sie, wie aus dem Rohöl die Benzinfraktion gewonnen werden kann! 3 BE
  3.2 Um den großen Bedarf an hochwertigem, klopffestem Benzin zu decken, wird schweres Heizöl zu diesem verarbeitet.
Beschreiben Sie unter Mitverwendung von Reaktionsgleichungen die Grundprinzipien zweier Verfahren, die diesem Zweck dienen!
6 BE
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