Abiturprüfung 1992 (Bayern)

Chemie

als Grundkursfach

Aufgabe II

  1 Die ältesten Hinweise auf die Seifenherstellung finden sich bereits auf sumerischen Tontafeln. Auch heute noch sind Seifen wichtige waschaktive Substanzen.  
  1.1 Formulieren Sie die Strukturformelgleichung für die Verseifung eines Fettes mit drei verschiedenen Fettsäureresten! 4 BE
  1.2 Erklären Sie die Waschaktivität von Seifenlösungen unter Mitverwendung beschrifteter Skizzen! 6 BE
  1.3 Eine wäßrige Seifenlösung wird
a) mit Indikatorlösung und
b) mit einer nicht zu sehr verdünnten wäßrigen Lösung von Calciumchlorid versetzt.
Beschreiben Sie die Beobachtungen, und erklären Sie die Versuchsergebnisse unter Mitverwendung von Reaktionsgleichungen!
6 BE
       
  2 Ein Ziel der modernen Photosyntheseforschung ist die Entwicklung wirksamer Verfahren zur Umwandlung von Sonnenenergie in chemisch gebundene Energie.  
  2.1 Erläutern Sie unter Mitverwendung einer Übersichtsskizze die Lichtreaktionen der Photosynthese! 8 BE
  2.2 Erläutern Sie die Bedeutung von Produkten der Lichtreaktionen für die Dunkelreaktionen! 4 BE
  2.3 Formulieren Sie die Dunkelreaktionen in einer Gesamtgleichung!
Für die beteiligten Coenzyme ist die übliche Kurzschreibweise zu verwenden.
3 BE
       
  3 Alkene sind aufgrund ihrer Reaktivität geschätzte Ausgangsstoffe für chemische Synthesen.  
  3.1 Zeichnen Sie die Valenzstrichformeln der einfachsten offenkettigen Alkenmoleküle, zwischen denen cis-trans-Isomerie besteht, und benennen Sie die Moleküle! 4 BE
  3.2 Im Gegensatz zu den Alkenen beobachtet man bei den offenkettigen Alkanen keine cis-trans-Isomeren.
Erklären Sie - ausgehend von den Hybridisierungszuständen der Kohlenstoffatome in Alkan- bzw. Alken-Molekülen - diesen Unterschied!
6 BE
  3.3

Beschreiben Sie Durchführung und Ergebnis einer Nachweisreaktion, die den ungesättigten Charakter von Alkenen aufzeigt!

3 BE
  3.4 Formulieren Sie unter Mitverwendung von Strukturformeln die Einzelschritte der Reaktion von Ethen mit Chlor! 6 BE
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